B2G in Deutschland

Was ist B2G?

Mit der Popularisierung des Electronic Commerce (E-Commerce) wurde dieses System in E-Commerce-Modelle untereinander aufgeteilt. E-Commerce-Modelle heißen kurz B2B, B2C, C2C und B2G. Jedes E-Commerce-Unternehmen verwendet mindestens eines dieser Modelle.

B2B: Dieses E-Commerce-Modell wird von Business zu Business gehandelt und es hat den größten Volumen unter allen E-Commerce-Modellen. Als Beispiel kann ein Großhandelshersteller genannt werden, der seine Produkte an Geschäfte verkauft.

B2C: Ist ein E-Commerce-Modell, bei denen Business-to-Consumer-Transaktionen durchgeführt werden. Ein bekanntes Beispiel für dieses Handelsmodell ist der Onlineversandhändler Amazon. Die Benutzer befinden sich hier nur auf der Empfängerseite.

C2C: Consumer to Consumer: Es handelt sich in diesem Modell, um die Transaktionsdurchführung  von Verbraucher-zu-Verbraucher. Die bekannteste C2C-Plattform ist wahrscheinlich eBay, als eines der größten Online-Marktplätze. Hier handeln die Endverbraucher untereinander.

B2G: Es ist auch als Business to Government bekannt. In diesem letzten beschriebenen E-Commerce Modell handelt es sichum die Geschäfte zwischen Unternehmen und Behörden, die getätigt werden. Das B2G wird häufig bei Dienstleistungs- und Produktverkaufstransaktionen für Regierungsbehörden verwendet, um Ausschreibungen in elektronischer Umgebung zu öffnen, und Unternehmen, um an diesen Ausschreibungen zu bieten. Zudem ist der Beschaffungszyklus des genannten E-Commerce-Modells aufgrund der langen Laufzeit der Ausschreibungen und der Vielzahl der teilnehmenden Unternehmen länger als bei anderen E-Commerce-Modellen.

Vorteile von B2G

Das B2G-E-Commerce-Modell, auch bekannt als E-Commerce-Modell der Öffentlichkeit, ist eine Struktur, in der die Öffentlichkeit problemlos mit Unternehmen kommunizieren kann. Gerade in den letzten Jahren hat die Bedeutung dieses Systems zugenommen und nimmt immer weiter zu, da die meisten öffentlichen Transaktionen online abgewickelt werden können. Darüber hinaus werden öffentliche Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang einer globalen Bürokratie im Rahmen der Europäischen Union gefördert. Die Bereitstellung elektronischer Dienste spart viel Kosten. Außerdem haben Sie dank dieser Dienstleistungen einen großen Zeitvorteil, denn Transaktionen von Behördengängen können jetzt online abgewickelt werden. Viele Themen wie Abmeldung, Registrierung, Abfrage persönlicher Daten, Terminvereinbarung und E-Mail-Benachrichtigung sind schnell erledigt. Außerdem machen automatisierte Meldesysteme oft auf Fehler beim Ausfüllen von Anträgen aufmerksam, sodass auch hier eine hohe Kundenorientierung mit deutlicher Zeitersparnis auffällt.

Nicht nur Bürger, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von den immer umfangreicheren Angeboten von B2G, denn alle Formalitäten oder Transaktionen, die Unternehmen an die Regierung melden müssen, fallen in den Anwendungsbereich des Systems. Elektronische Überweisung aller Zahlungen wie an den Staat gezahlte Steuern, Versicherungsprämien, Zollverfahren und die Online-Überwachung von E-Transformation-Anwendungen wie E-Archive, E-Invoice und E-Ledger ermöglichen der Regierung, all diese Transaktionen schnell, einfach und fehlerfrei zu verfolgen. Darüber hinaus erhöht die Verlagerung von regierungsbezogenen Transaktionen wie das Versenden von Berichten, das Empfangen von Spezifikationen und das Erstellen von Vorschlägen in die Online-Umgebung die Position von B2G zwischen Unternehmen und der Regierung jeden Tag.

 

B2G in Deutschland

Im öffentlichen Beschaffungswesen innerhalb der EU sind im B2G-Bereich weitere Fortschritte in Richtung barrierefreier Transaktionen zwischen Anbietern und Behörden aus verschiedenen Ländern zu verzeichnen. Der B2G-Sektor wurde bereits EU-weit hinsichtlich der Regeln für die elektronische Rechnungsstellung harmonisiert. Ziel der EU-Verordnungen zur elektronischen Rechnungsstellung ist es, die elektronische Rechnungsstellung in der EU zu harmonisieren und damit die Interoperabilität im öffentlichen Beschaffungswesen sicherzustellen. Dazu wurde ein in allen EU-Mitgliedstaaten gleichermaßen gültiger Standard etabliert. Deutschland hat nach einem Fahrplan zur B2G-Abrechnung in den Bundesländern mit der Einführung von XRechnung in öffentlichen Verwaltungen begonnen. Ab November 2020 können Rechnungen nur noch in elektronischer Form beim öffentlichen Auftraggeber eingereicht werden. Daher wird erwartet, dass Unternehmen darauf vorbereitet sind. Das Format muss den Anforderungen der europäischen Norm EN 16931-1 entsprechen. Im deutschsprachigen Raum eignet sich hierfür insbesondere das XRechnung-Format, ein XML-basierter Standard. PDF-Dokumente ohne zusätzliche strukturierte Informationen werden nicht mehr als elektronische Rechnung akzeptiert. Daher haben Unternehmen begonnen, ihre Systeme XRechnung tauglich zu machen. Sie wird die Harmonisierung der elektronischen Rechnungsstellung im B2G-Bereich weiter vorantreiben und damit neue Möglichkeiten für die elektronische Rechnungsstellung im B2B- und B2C-Bereich schaffen.